Powstania śląskie w literaturze niemieckiej i polskiej. Pamięć – czas – historia (PDF 450 KB)
Abstract
Ausgehend von dem Gedächtniskonzept Aleida Assmanns und der
Theorie geschichtlicher Zeitschichten von Reinhart Koselleck untersucht die Autorin des Aufsatzes die Problematik der schlesischen
Aufstände in den Texten deutscher und polnischer Schriftsteller. Es
geht um die Frage wie sich die Erfahrungsschichten unterschiedlicher Generationen auf die Rezeptionsweise der geschichtlichen
Ereignisse auswirken und ob der Übergang vom lebendigen individuellen Gedächtnis zum kulturellen Gedächtnis die Gefahr der Verzerrung oder der Instrumentalisierung von Erinnerung mit sich bringt.
Reflektiert wird der Begriff „Zeitschichten”, der nach R. Koselleck,
auf mehrere Zeitebenen verschiedener Dauer und Herkunft verweist und das Phänomen der Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen erklärt. Damit wird der Rahmen für die Analyse der literarischen Werke umrissen. Die sprachlich-künstlerische Darstellung
der Ereignisse von 1919–1921 in den Werken der Deutschen und
Polen weicht zwar von der realen Geschichte ab, die zeitlichen Kategorien (z. B. Beschleunigung, Verspätung) und die Metapher „Zeitschichten”, die den Zeitbegriff pluralisiert, ermöglichen jedoch, konkrete Geschichten zu rekonstruieren und vergleichbar zu machen.

