W kręgu polemik i dialogu. Literatura polska na Górnym Śląsku w latach 1922–1939 z perspektywy niemieckiej (PDF 11,91 MB)
Abstract
Der vorliegende Artikel behandelt die Frage nach den deutsch-polnischen kulturellen Beziehungen in Oberschlesien in den Jahren 1919–
1939. Den Ausführungen zugrunde liegen literarische Texte, Essays
und Aufsätze, die in deutschsprachigen Zeitschriften „Der Oberschlesier” und „Most – Die Brücke” erschienen sind. Die unterschiedlichen Standpunkte deutscher Historiker, Regionalforscher, Schriftsteller, Verleger und Publizisten – z. B. die von Karl Kaisig, Heinrich Koitz oder August Scholtis – zu der in polnischer Sprache verfassten Poesie und Prosa in Oberschlesien und dem polnisch-deutschen
Kulturaustausch werden im Artikel analysiert und kritisch bewertet. Die Analyse beweist, dass die Zeitschriften einerseits eine brückenbauende Rolle im Sinne der Verständigung zwischen beiden
Völkern gespielt haben, andererseits waren sie ein Werkzeug für politische Propaganda mit dem Ziel Meinungen und Verhaltensweisen ihrer Leser zu beeinflussen. Dabei muss man betonen, dass es
nur eine kleine Gruppe von deutschen Publizisten und Historikern
in Oberschlesien gab, die die polnische Literatur gut gekannt und gelesen haben. In der abschließenden Reflexion wird an die bedeutende Monographie des deutschen Literaturforschers und Schriftstellers
Arno Lubos, „Geschichte der Literatur Schlesiens” erinnert.

